Mein Zuhause, Dein Zuhause  

„Ich muss nach Hause.“, „Das erledige ich daheim.“, „In meiner Heimat …“ – alle diese und noch viele ähnliche Sätze benutzen wir in unserem täglichen Sprachgebrauch. Und ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber mir fällt dabei nicht selten auf, dass vor allem das Wort „Zuhause“ ganz viele unterschiedliche Bedeutungen haben kann. 

 

Das fängt tatsächlich schon bei mir selbst an. Meine Eltern wohnen in einem von meinem jetzigen Wohnort über 300 Kilometer entfernten, kleinen Örtchen. Dort bin ich aufgewachsen, habe die ersten 19 Jahre meines Lebens verbracht. Nach dem Abitur bin ich zum Studieren nach Wien gezogen und drei Jahre später dann in den Stuttgarter Raum, wo ich auch heute noch lebe. Hier ist meine Wohnung, hier ist mein Zuhause. Ich liebe meine eigenen vier Wände, hier fühle ich mich geborgen und wohl. Ich habe mein Zuhause selbst komplett renoviert, meine Möbel selbst ausgesucht, die Bilder selbst aufgehängt, die Lampen selbst installiert – neun Monate an Schweiß und Herzblut stecken in jedem Quadratzentimeter – und darauf bin ich mehr als nur stolz. Jedes Mal, wenn ich dorthin zurückkehre, spreche ich davon, dass ich wieder „nach Hause“ gehe. 

Trete ich allerdings die Reise zu meinen Eltern an, spreche ich – beispielsweise um mich bei Freunden abzumelden – ebenfalls davon, nach Hause zu fahren. Meine Eltern leben noch immer in dem Haus, in dem ich eine wunderbare Kindheit genießen durfte. Alles ist mir vertraut. Ich weiß, welche Stufen der Holztreppe knarzen, ich weiß, dass der Kühlschrank beim Schließen immer ein wenig klemmt und ich kann die Türe zum Süßigkeiten-Schränkchen noch immer lautlos öffnen, damit meine Mama nicht hört, dass ich auf der Suche nach Schokolade bin. Ja, auch das ist mein Zuhause. Beziehungsweise ist das nicht nur mein Zuhause, das ist meine Heimat. Hierhin fahre ich, wenn ich sage: „Ich fahre heim!“  

 

Wir haben uns überlegt, wie es Ihnen allen denn mit dem Begriff „Zuhause“ geht. Denn wenn ich schon so eine ausschweifende Definition für dieses Wort habe, kann es ja durchaus sein, dass es Ihnen ähnlich geht. Oder auch ganz anders? Für die liebe Doreen vom Instagram-Account @lifeeis_an_inspirationn beispielsweise ist Zuhause ein Ort, an dem sie sich wohlfühlt. Sie erzählt: „Zuhause ist für mich das, was ich nach einiger Zeit vermisse, obwohl ich gerade im schönsten Urlaub meines Lebens bin.“ Ja, auch das kann ich unterstreichen – obwohl ich das so in meinen Überlegungen gar nicht in Erwägung gezogen habe. Aber ist es nicht ein wunderbares Geschenk, so einen Ort sein Eigen nennen zu dürfen? Doreen erzählt weiter: „Außerdem ist mein Zuhause der Ort, an dem meine Kinder aufwachsen, an den ich schöne Erinnerungen habe.“ Und natürlich ist Doreen ihr Zuhause, das man auf ihrem so schön gepflegten Instagram-Account gebührend bewundern kann, auch deshalb so ans Herz gewachsen, weil sie sich dort entfalten kann. „Vor allem liebe ich es, meinen Einrichtungsstil zu entwickeln. Ein Muss sind für mich beispielsweise immer frische Blumen oder Äste.“ 
Lea vom Instagram-Account @wohngluecksieben hat auch eine ganz eigene und wirklich herzerwärmende Definition von Zuhause: "Zuhause ist für mich ankommen. Ein Ort zu haben, zu dem man jedes mal wieder zurück kommt und sich wohl fühlt. Einer der liebsten Orte auf der Welt, an dem man sein kann wie man ist. Ich liebe es, der Gastgeber zu sein und andere Leute in mein Zuhause einzuladen, mit ihnen zu kochen, zu trinken, zu feiern mit ihnen zu lachen und zusammen zu sein. Für mich ist Zuhause so ein unfassbar wichtig Ort voller Liebe und Harmonie. Als ich vor ein paar Monaten noch in einer anderen Stadt gewohnt habe, habe ich schnell gemerkt dass es diesen Ort für mich zweimal gibt. Nicht nur die Wohnung, in der ich selbst gerade wohne, ist mein Zuhause, sondern auch mein Elternhaus. Der Ort, an dem meine Familie wohnt, an dem ich aufgewaschen bin. Ich glaube ich werde nie aufhören können, dazu Zuhause zu sagen. Heimat hingegen ist die Stadt in der das Haus meiner Eltern steht. Die Stadt in der ich mein halbes Leben verbracht habe und an jeder Ecke eine Erinnerung von damals sieht."

 

Und was ist für Sie Zuhause? Da gibt es doch sicher noch viele, viele mehr Aspekte, die wir untereinander austauschen können, um uns in unserem Zuhause noch mehr daheim zu fühlen und um uns jeden Tag ins Gedächtnis rufen zu können, wie schön wir es dort haben, wo wir uns zuhause fühlen dürfen. Erzählen Sie es mir in den Kommentaren – ich bin gespannt. 

 

Alles Liebe, Anna vom RAUM-BLICK-Team 

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